Mein Hund ist ein Genie! Ein kleines zumindest.
Bisher habe ich es ja noch immer für Zufall gehalten, doch langsam zeigt sich das Muster zu deutlich, als dass es jedes Mal Zufall sein könnte.
Letztens stand ich - allein zuhause - unter der Dusche, und höre durch die Badezimmertür ein Geräusch, welches ich schnell als Jaulen meines Hundes identifizieren konnte. Was in aller Welt, der hat bisher kein einziges Mal gejault? Logische Annahme also, es muss irgendwas ganz Schlimmes los sein. Ich springe also aus der Dusche, reiße ein Handtuch an mich, und stürme triefnass ins Schlafzimmer. Wo der Fellball jaulend und als er mich entdeckt gleichzeitig schwanzwedelnd, auf dem Bett sitzt. Im Wohnzimmer klingelt derweil das Telefon munter vor sich hin. Aber dafür habe ich ja jetzt keine Zeit, ich muss mich erstmal um den Hund kümmern. Der sich auch bereitwillig kraulen lässt, mir den Bauch hinstreckt, und wieder Ruhe gibt. Naja, wer weiß was er da draußen vor der Tür gehört hat.
Dementsprechend habe ich das Ganze auch schnell wieder vergessen. Tage später, ich föne mir im Bad die Haare, jault es wieder aus der Wohnung. Ich stürze aus dem Bad - und finde den schwanzwedelnden und jaulenden Hund da sitzen, während das Telefon klingelt. Jetzt denke ich natürlich schonmal nach, das hatten wir doch schonmal. Aber warum jault er wenn das Telefon klingelt, hat er doch noch nie gemacht.
Also habe ich es mal beobachtet. Und tatsächlich, das klingelnde Telefon interessiert den Hund herzlich wenig. Meistens befindet er es nicht einmal für Wert, deswegen den Kopf vom Kissen zu heben...
Tja, es sei denn, ich stehe unter der Dusche oder habe den Fön laufen, so dass ich das Telefon überhöre. Dann fängt sofort das Gejaule an, um mich darauf aufmerksam zu machen, dass nach mir verlangt wird. Woher er weiß, dass ich das Telefon gerade jetzt nicht höre, keine Ahnung! Genau so wenig wie er darauf kommt, dass er mich auf das Klingeln aufmerksam machen muss. Er ist einfach ein kleines, knuffiges Genie :-)
Sirimael - 28. Jun, 14:54
So manche(r) fällt beim Anblick eines unerwartet positiven Schwangerschaftstest aus allen Wolken und mitten hinein in eine Sinnkrise. Ich habe im ersten Moment geglaubt, dass dieser Plastikstreifen sich einfach nur einen Scherz mit mir erlaubt - wie kann ich denn auch schwanger sein, einfach so, wo mir doch anderthalb Jahr zuvor schon ein Arzt gesagt hat, dass ich Probleme mit den Hormonen habe und man vermutlich nachhelfen müsste, wenn ich den Wunsch nach einem Kind verspüren sollte. Dann habe ich realisiert, dass dieses Ding es durchaus ernst meint mit seinem Plus auf dem Display, und ich bin aus allen Wolken gefallen - vor Freude!
Und das Universum hat es gut mit mir gemeint, kann ich bisher doch auf sechs völlig komplikationslose Schwangerschaftsmonate zurückblicken. Gut, da waren diese Schlafstörungen in den ersten Wochen... aber die hatte ich auch vorher schon immer mal wieder. Und auch die Schwangerschaftsübelkeit war es nicht wert, sich zu beklagen, kein Erbrechen, kein todsterbenskrankes dahinvegetieren im Bett, keine Massivabneigung gegen irgendwelche Lebensmittel und keine Heißhungerattacken oder Gelüste. Ein leicht flaues Gefühl im Magen bis SSW 16, das war alles.
Auch ansonsten ist alles bestens, die Herztöne sind klar und deutlich, die Bewegungen definitiv regelmäßig und kräftig vorhanden (ich vermute er wird mal Fußballer oder Boxer), keine vorzeitigen Wehen erkennbar und auch der Muttermund sieht gut aus. Also, eine wundervolle Schwangerschaft, und keinerlei Grund, sich zu sorgen.
Und dann, vollkommen unerwartet, unangekündigt und vor allem unerwünscht! haben vor drei Tagen die Beinödeme zugeschlagen. Von einem Tag auf den anderen werde ich geplagt von zunehmend schmerzenden Waden, die über den Tag auch noch anfangen anzuschwellen. Yay! Nächster Arzttermin in 2 Wochen, wo ich vermutlich sexy Kompressionsstrümpfe verschrieben bekomme. Aber bis dahin weiß Frau sich ja zu helfen, immerhin sind elastische Binden im Haus und ich bin ausgebildete Krankenschwester. Wobei es einige Verrenkungen erfordert, sich selbst einen Kompressionsverband zu wickeln, wenn der Babybauch die Bewegungsfreiheit einschränkt.
Petrus derweil hat auch beschlossen, mich zu ärgern, denn punktgenau jetzt, wo ich diese blöden Wickel an den Beinen tragen muss, kommt er mit dem schönsten Sommerwetter daher. Muss ich erwähnen, dass man mit diesen Binden schwitzt? Und dass die unter nem Sommerkleid oder kurzen Hosen total bescheiden aussehen? Was mit Kompressionsstrümpfen auch nicht wirklich besser wird, btw.
Ich stehe also vor der grandiosen Wahl: Kompressionsverband/strumpf, und dafür in langen Hosen rumlaufen und schwitzen... oder Sommerkleid und nackte Beine, dafür aber am Ende des Tages Waden die mich fast umbringen.
Aber ich sollte nicht jammern, denn eins ist sicher: ob Variante A oder B, die Entbindung wird schlimmer!
Sirimael - 13. Jun, 09:54
Der heutige Waldspaziergang hat mir zwei neue Weisheiten offenbart, die vermutlich jeder Hundebesitzer bestätigen kann.
1. Gibt es auf dem ganzen Weg auch nur eine einzige Pfütze, sei sie noch so klein, der Hund wird zielgenau hinein springen.
2. Er wird dich danach nur dann anspringen, wenn du eine weiße, frisch gewaschene Hose trägst.
Zumindest letzteres ist natürlich nicht der Fehler des Hundes, sondern vielmehr des Halters. Mit frisch gewaschener, weißer Hose einen Waldspaziergang mit Hund zu machen ist schlicht und ergreifend fahrlässig. Im Nachhinein frage ich mich, was ich mir dabei bloß gedacht habe. Ich konnte wohl nicht wirklich davon ausgehen, dass sowas gut geht. Schließlich kennt man als Frauchen seinen Pappenheimer. Aber als hätte er verstanden, dass mich das Malheur mit der Hose äußerst unglücklich gemacht hat, hat er sich zuhause ohne zu zögern ins Handtuch wickeln und trocken rubbeln lassen. Diesmal sogar ohne zu schnappen oder sich loszureißen und aufs Bett zu springen - um da dann auf dem weißen Laken auch noch sandige Pfotenabdrücke zu hinterlassen. Manchmal denke ich, er versteht doch mehr als man so glauben mag.
Sirimael - 4. Jun, 22:02
Da war ich heute Morgen im Blumenladen, um meiner Mom eine Freude zu machen. Und während ich so auf die Fertigstellung des Blumestraußes warte fällt mein Blick auf den Ständer mit den Grußkarten. Das übliche 'Herzliches Beileid' zur Bestattung, die gewohnten 'Beste Glückwünsche' zur Hochzeit, und die obligatorischen und universal einsetzbaren 'Danke!'s. Besonders fasziniert war ich jedoch von einer Karte zum Geburtstag, zum 85. um genau zu sein, zumidest war das der fett aufgedruckten Zahl in Goldlettern zu entnehmen. Und darunter der Text 'Zu diesem einzigartigen Geburtstag die besten Wünsche!'.
Tjaaa, und da musste ich mir doch den Kopf kratzen. Bisher war ich doch tatsächlich der Meinung, jeder Geburtstag sei einzigartig? Zumindest hatte ich bisher jeden nur einmal. Bei manchen ist das natürlich auch gut so. Wer will schon ewig 5 Jahre alt sein, oder 10. Selbst 18 hätte ich nicht ewig sein wollen, laut Gesetz ist man vielleicht volljährig, aber wirklich für voll nimm einen doch keiner.
Da der nächste allerdings mein 29. sein wird finde ich die Idee, dass eben doch nicht jeder Geburtstag einzigartig ist, plötzlich ziemlich gut. Nächstes Jahr zum Beispiel könnte ich meinen 29. dann gleich nochmal feiern, 29.1 quasi. Und vielleicht im übernächsten Jahr nochmal. Immerhin heißt es ja, man ist so alt wie man sich fühlt. Dann könnte ich also so lange meinen 29. feiern, bis ich mich tatsächlich wie 30 fühle.
Sirimael - 1. Jun, 22:17
Yay, ich habe es geschafft, ein Blog anzulegen! Naja, zumindest so mehr oder weniger. Von wegen 'Drin, das ist ja einfach!'. Immerhin bin ich soweit, dass ich einen netten keinen Text von mir geben kann. Und ich habe es sogar geschafft, mein Headerbild zu ändern. So einfach, so gut, aber verrat mir mal einer, warum dieses blöde Ding sich strikt weigert, meine Änderungen am Farbschema auch zu übernehmen! Und warum ich es nicht schaffe, die Schriftgröße des einfachen, kleinen Wortes 'Mondscheinsonate' nicht so zu ändern, dass es auch komplett in den netten kleinen Kasten oben links passt?
Frau ist ja ästhetisch anspruchsvoll, selbst wenn es nur um das Aussehen eines Blogs geht.
Nicht, dass dieses Blog voll von für die Menschheit wichtigen Erkenntnissen wäre. Damit ist man bei mir sicherlich an der falschen Adresse. Selbst die Frage, ob ich überhaupt etwas interessantes zu erzählen habe könnte ich nicht guten Gewissens und zweifelsfrei mit JA beantworten. Vielleicht bin ich ja doch nur eine kleine Mitläuferin, bloggen ist immerhin ziemlich 'in'. Außerdem kann es nichts schaden, den ganz normalen Alltagswahn hin und wieder mal festzuhalten. Das ganze kann ich dann in 50 Jahren meinen Enkeln zu lesen geben, dann haben die zumindest was zu lachen. Und werden vielleicht sogar feststellen, dass die Jugend (*hust* man ist ja so jung wie man sich fühlt) von 'damals' gar nicht so anders gewesen sein wird wie die Jugend von 'heute'.
Sirimael - 31. Mai, 18:10